Willkommen auf Netzball!

21. November 2008

Netzball ist eine ergänzende Sammlung von Informationen rund um den Fachbereich Design der Fh Münster, um sich schnell und komprimiert einen Überblick über vergangene und aktuelle Geschehnisse am Fachbereich zu verschaffen.

Ihr könnt die Kommentarfunktion am Ende eines jeden Artikels nutzen, um eure Meinung zum Thema kundzugeben, oder ergänzende Informationen beizusteuern.

Der F.A.Q. Bereich befindet sich im permanenten Aufbau: Habt ihr eine Frage, die in der aufgeführten Liste nicht vorkommt? Dann schreibt sie als Kommentar zum Artikel dazu und die Antwort wird sich finden.


Bei Vorschlägen, Fragen, Feedback, Ärger, wie auch immer. Schreibt an sundaythoughts(at)gmx.de !

MZ-Artikel über die Druckgrafikdebatte

9. Dezember 2008

Die Münstersche Zeitung hat einen Artikel zu unserem Druckgrafikproblem veröffentlicht, der für Außenstehende zusammenfasst, wie die Dinge bei uns derzeit stehen.

Anschauen:

http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/startseite/mslo/art993,429498

Statement-Sammelstelle zum Thema Druckgrafik

7. Dezember 2008

Die Druckgrafik soll am FB Design künftig nicht mehr angeboten werden.

Die angegebenen Gründe des Dekanats sind u.a., dass die Druckgrafik ein Handwerk, und dass dieses Handwerk kein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung im Fach Design sei (und somit entbehrlich).

Desweiteren seien Siebdruck, Radierung, Holzdruck und Litographie keine zeitgemäßen Medien, und damit für den Markt, und damit auch für das marktorientierte Bildungsangebot des Fachbereichs nicht mehr relevant. Es lohne sich in Zeiten des finanziellen Mangels also nicht mehr, Personal in diesem Bereich zu unterhalten bzw. Räumlichkeiten dafür bereitzustellen.

In diesem Artikel sollen Statements zu der laufenden Debatte, ob die Druckgrafik abgeschafft werden sollte oder nicht, gesammelt werden.

Statements bitte über die Kommentarfunktion direkt posten (Namen nicht vergessen) oder per email an sundaythoughts (@) gmx.de!


Frank Münschke, Vorstand des Deutschen Werkbundes

Als Schriftsetzer, Druckvorlagenhersteller, Verleger und Mitglied des Vorstandes des Deutschen Werkbundes NW unterstütze ich Euren Wunsch, die Siebdruckwerkstatt zu erhalten. Für mich als “Handwerker” in der Druckbranche ist es immer wieder erschreckend, wie wenig von den handwerklichen Fähigkeiten in den heutigen Studiengängen vermittelt wird, da doch gerade diese die Grundlagen für unsere heutige digitalisierte Arbeitswelt im gestalterischen Bereich darstellen. Ohne die sinnlichen und praktischen Erfahrungen, wie sich zum Beipiel Papier und Farben in klassischen Druckverfahren verhalten, werden viele digitale Möglichkeiten lediglich mechanisch, ohne diese wirklich zu verstehen und dadurch oft falsch angewendet …
Mit freundlichem Grüßen
vom Weltkulturerbe Zollverein
Frank Münschke dwb

Bernhard Michl, Leiter der Siebdruckwerkstatt, Hochschule der Medien, Stuttgart

Hallo zusammmen,
…zur Aussage „Siebdruck ist nicht zeitgemäß“. Der Siebdruck ist eines der innovativsten
und modernsten Druckverfahren überhaupt! Mehr Info´s über unsere Homepage
http://www.hdm-stuttgart.de/siebdruck/. Anbei ein Fachartikel unserer Studenten, wie er
in der nächsten Ausgabe der Fachzeitschrift SIP (Siebdruck-Info-Post, www.sip-online.de,
www.verlagshaus-gruber.de) erscheinen wird.
Grüße
Bernhard Michl

Frank Hoppmann, Karikaturist und Alumnus des FB Design (http://www.frankhoppmann.de/)

Ja, ich habe bereits davon gehört und schade ist das. Natürlich, die Studienzeit hat sich verkürzt, Gebühren, bald keine Druckkurse mehr, es klingt ja wie ne logische Konsequenz. Ich hatte noch die Möglichkeit, 14(!) Semester zu studieren. Das hört sich heute seltsam an, es war auch ab und zu schwierig, Geldprobleme auch ohne Gebüren, doch hatte man Zeit fürs Studium, Zeit, Sachen auszuprobieren. Ich möchte es nicht missen, dass ich sogar noch die Möglichkeit hatte, Bleisatz zu machen, das wäre auch oder gerade heute für jeden potentiellen Typographen prägend. Und natürlich habe ich mir für die Druckgraphik Zeit genommen. In der Fh hatte ich meistens die Möglichkeit, Radierung, Lithographie, Offset, Siebdruck, Holzschnitt zu machen, manches länger, anderes kürzer… es ist sehr traurig zu hören, wenn Leute behaupten, der manuelle Druck sei kein zeitgemäßes Druckverfahren. Was nicht modisch wird, kommt weg, so siehts heute aus.

Der Punkt ist doch , dass die Druckgraphik wunderbare Ausdrucksmöglichkeiten bietet, immer noch einen hohen Stellenwert hat, das wird immer so bleiben. Ist natürlich speziell, aber nicht jeder kann mehr oder weniger langweilige Kinderillustrationen machen, wobei da der Markt da ist, natürlich.

Individualität sollte gefördert werden, mit der Schließung von Druckwerkstätten passiert das Gegenteil.

Das Studium ist kurz und jeder sollte die Möglichkeit haben, zu probieren. Einen strich zu machen, Druckverfahren gehöre eher der Kunst und nicht dem Design an, finde ich wiederum eine traurige wie scheinbar unüberlegte Aussage. Dann wird in 2 jahren die komplette Illustration rausgeschmissen? Und künftige Illustratoren bestehen nur noch aus Autodidakten? Ich finds schade für die Fh, für die Studenten. Als ich angefangen habe, zu studieren, 1996, hatte ich mich vorher bei vielen Leuten erkundigt, über die Fh Münster, Fb Design.

Insgesamt kam dabei heraus, dass die Fh einen guten Ruf genoss, was viele darauf bezogen haben, Möglichkeiten zu haben, gerade im Bereich der Illustration, es gab das Konservative, die freie Zeichnung, das Kinderbuch, die Druckgraphiken, die freie Graphik, das freie künstlerische Buch, sogar bis zur Malerei, gegenständlich, im Gegensatzt zur Akademie, die ja aber auch nichts illustrieren lassen wollte, bei einigen vielleicht den Seelenhaushalt, aber naja. Das waren die Gründe, warum ich an der Fh damals studieren wollte.

Wenn die Druckwerkstätten weg sind, würde ich mir heute einen anderen Ort zum Studieren suchen, wo die Illustration, und das Künstlerische in der Illustration mehr im Vordergrund steht.
Mit besten Grüßen Frank Hoppmann

8.12.08, 16.00 Uhr | Eröffnung der Austellung „Erlebte Gestaltung“ in der Fachhochschule Münster Fb Design

6. Dezember 2008

Montag, den 8.12.08, um 16.00 Uhr, wird die Austellung „Erlebte Gestaltung“ im Eingangsbereich der Fh Münster Fb Design offiziell eröffnet. Es werden studentische Arbeiten präsentiert, deren Schwerpunkte in der Druckgrafik liegen, die aber auch aufzeigen sollen, wie vielfältig Drucktechniken eingesetzt werden können. Alle Exponate sind in den Werkstätten des Fachbereichs entstanden.

Im Rahmen des Umzugs zum Leonardo-Campus werden einige Bereiche der Werkstätten ganz verschwinden. Mit dieser Austellung wollen die Studenten zeigen, was mit dieser Entscheidung der Fachbereichsleitung verloren geht.

Infoveranstaltung am Donnerstag – Koordination von Argumenten

22. November 2008

Wie ihr jetzt wisst, wird es eine Infoveranstaltung am kommenden Donnerstag, den 27.11.08 geben.

Man sollte diese Informationsveranstaltung als Chance sehen, um aufzuzeigen, dass die Werkstätten nicht zusätzlicher Ballast sind, sondern eine Grundlage für das Verständnis guter Gestaltung und somit eine Notwendigkeit für den angehenden Designer darstellen.

Kommt es zu einer Diskussion auf der Infoveranstaltung – was wünschenswert ist – werden Studenten, die für den Erhalt der Werkstätten sind, mit Argumenten und Fragen konfrontiert, die eine klare Linie und den daraus resultierenden Protest zerstreuen sollen.

Hier zwei „Argumente“, die wir erwarten können und die es zu widerlegen gilt:

„Siebdruck ist kein zeitgemäßes Druckverfahren mehr und deshalb überflüssig.“

„Wenn du dich entscheiden müsstest, deine Siebdruckmaschine oder deinen Mac auf den Müll zu werfen, wie würdest du da wählen?“


Hier ist es möglich, weitere Argumente, die wahrscheinlich am Donnerstag gebracht werden, zu sammeln und Gegenargumente zu koordinieren. Mit dem gewonnenen Konzentrat aus Gegenargumenten kann die Ista sich vielleicht entschiedener und mit mehr Feedback im Rücken, für die Werkstätten, einsetzen.

Infoveranstaltung am 27.11.2008

21. November 2008

Offizielle Bekanntgabe der Infoveranstaltung „Neubau – so geht‘s weiter„:

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,
der Umzug unseres Fachbereichs rückt näher und einiges ändert sich. Vielen von uns ist die Entwicklung des Fachbereichs sowie des Studiengangs an sich unklar. Es sind viele Gerüchte im Umlauf, was fehlt, sind die Fakten. Ohne konkrete Fakten können wir uns nicht am Umgestaltungsprozess beteiligen. Wir, die ISTA und die studentischen Vertreter im Fachbereichsrat, führen seit einiger Zeit Gespräche mit Kollegium und Dekanat um diese Informationen für alle zugänglich zu machen.
In unseren Gesprächen mit dem Dekanat haben wir uns darauf geeinigt, eine Informationsveranstaltung für alle Studierenden des Fachbereichs zu veranstalten.

Diese Veranstaltung unter dem Titel „Neubau – so geht‘s weiter“ findet am Donnerstag, den 27.11.2008 um 17:00 Uhr in Raum 208 statt und soll interessierten Studierenden Gelegenheit geben mit dem gesamten Kollegium über Zielsetzungen der Designlehre zu diskutieren und Fragen zu stellen. Einzelheiten des letzten Gesprächs mit der Dekanin könnt Ihr dem Protokoll entnehmen, das wir euch mit dieser Rundmail schicken.
Es wäre hilfreich, wenn Ihr uns Fragen für die Informationsveranstaltung an ista07@gmx.de mailen würdet. Dann können wir ggf. Fragen bündeln und das Gespräch auf dieser Grundlage vorbereiten.
Freundliche Grüße!
Eure ISTA7
WANDEL AM
FACHBEREICH

F.A.Q. Neubau

21. November 2008

1. Aktueller Stand der Umzugstermine?

Der Umzug findet im August 2009 statt. Ab dem Wintersemester 2009 findet die Lehre im neuen Gebäude statt.


2. Wie ist die Werkstättensituation im Neubau? Welche Werkstätten gibt es? In welcher Form?

Im Neubau bleiben alle Werkstätten bis auf die Keramikwerkstatt erhalten. Die Druckwerkstatt wird reduziert auf zwei Radierpressen und eine Lithografiepresse. In der Radierung wird zukünftig mit Eisen-3-Chlorid anstatt Salpetersäure gearbeitet. Der Siebdruck als Werkstatt fällt zwar weg, Siebdruck als Fach bleibt den Studenten allerdings bis zum Ruhestand des Kollegen Troschke durch Workshopangebote in externen Werkstätten erhalten. Für die Studierenden des Bachelorstudiengangs gibt es im Hauptstudium kein Kursangebot in der Druckwerkstatt.


3. Gibt es einen ISTA-Raum?

Für die ISTA ist im Erdgeschoss ein Raum mit Wasseranschluss vorgesehen.


4. Gibt es eine Cafeteria? Wie ist die aktuelle rechtliche Situation von Herrn und Frau Corall? Wie ist die zukünftige Situation?

Herr Corall wird uns auch nach dem Umzug bis zu seiner Pensionierung (ca. Mai 2010) zur Verfügung stehen. Im Neubau ist kein Raum für eine Caféteria vorhanden und aus rechtlicher Sicht ist es nicht möglich am Leonardocampus eine neue Caféteria zu etablieren. Es wird Aufenthaltsräume geben, die mit Küchenzeilen und W-LAN-Anschlüssen ausgestattet sind.


5. Wie wird die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Architektur und der Kunstakademie
aussehen?

Es werden Kooperationen angestrebt. Der Fachbereich Design bekommt eine eigene Bibliothek unter Leitung von Frau Frentzen. Die anderen Bereichsbibliotheken können genutzt werden.


6. Wie ist die Auslastung des Neubaus? Werden Räume vermietet?

Die gesammte nutzbare Fläche des Neubaus beträgt 4000 m². Dem Fachbereich Design werden ca. 3000 m² dieser Fläche zur Verfügung gestellt. Die restlichen 1000 m² müsste der Fachbereich anmieten. Im alten Fachbereichsgebäude war es zu besonders günstigen Konditionen möglich 500 m² anzumieten. Dies ist im neuen Gebäude finanziell nicht möglich. Daher wird die überschüssige Fläche teilweise vermietet. 150 m² dieser Fläche werden als Senatssitzungssaal der FH Münster genutzt werden. Durch den Raumverlust ergeben sich Umstrukturierungen der Räumlichkeiten (siehe 2.).


7. Gibt es im Neubau ein Kartensystem?

Es ist ein Schließsystem geplant. Welches System (Karten oder Schlüssel) vorteilhafter ist und zum Einsatz kommen soll, wird derzeit noch geprüft.


8. Gibt es im Neubau Schließfächer?

Es gibt Überlegungen, Schließfächer aus Studienbeiträgen anzuschaffen.


9. Wie ist die Parkplatzsituation auf dem Leonardocampus?

Es wird keinen fachbereichseigenen Parkplatz geben. Am Leonardocampus gibt es jedoch ausreichend Parkmöglichkeiten.


10. Was passiert mit dem alten Gebäude?

Das Mobiliar, welches im Neubau nicht benötigt wird, wird verkauft. Das Gebäude am Sentmaringer Weg wird nach dem Umzug abgerissen. Die Fläche wird vom Bundesland NRW verkauft.


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